Wie alles begann

Angefangen hat alles im September 2012, als Carolin und Larissa im Rahmen eines „Flexiblen Freiwilligendienstes“ für ein halbes Jahr nach Ghana kamen. Die beiden Frauen lebten und arbeiteten von nun an im Waisenhaus „Home for Hope“ im kleinen Dorf Gomoa Tarkwa, im Süden Ghanas.

Zuerst gab es viele Schwierigkeiten, die Zustände im Projekt waren auch für ghanaische Verhältnisse sehr schlecht. Es fehlte an vielem: Schulgelder konnten nicht bezahlt werden, es gab keine Betten, die Kinder waren ständig krank und eine Arbeiterin musste für alle Kinder sorgen.

So beschlossen Carolin und Larissa, etwas an diesen Zuständen zu ändern. Gerade fertig mit Abitur und Ausbildung, sahen sie sich nun plötzlich vor ganz neue Herausforderungen gestellt: Spendengelder mussten von Ghana aus in Deutschland gesammelt, dann nach Ghana gebracht und vor Ort sinnvoll eingesetzt werden. Mit diesen Spendengeldern konnten die grundlegenden Bedürfnisse der Waisenkinder, wie Nahrung und Zugang zu Medizin und Bildung, gesichert werden. Motiviert von den sich schnell zeigenden Erfolgen wagten die sie den Bau eines neuen, dringend notwendigen, Waisenhauses. Es folgte eine Phase voller neuer Erfahrungen mit ghanaischen Banken, ghanaischen Bauherren und dem ghanaischen Verwaltungssystem, die sie oft – auch an ihre gesundheitlichen – Grenzen brachten. Trotz alledem konnte der gesamte Rohbau des Hauses in diesem halben Jahr fertiggestellt werden.

Wieder in Deutschland angekommen war für die zwei jungen Frauen klar, dass Ghana und ihr Projekt in Gomoa Tarkwa sie nicht mehr loslassen würde. So wurden weiter Spenden gesammelt, Zeitungsartikel veröffentlicht und viel Werbung für das Projekt „Home for Hope“ gemacht. Im September 2013 reisten Carolin und Larissa erneut nach Ghana, um dort mit gesammelten Spenden den Bau weiterzubringen. In diesem Zeitraum wurde das Waisenhaus mit Grundstück bewohnbar gemacht, seit Januar 2014 sind die Kinder glücklich in ihrem neuen Zuhause.

Für die beiden Studentinnen ging es jedoch um mehr: Die Erkenntnis, dass es mit der richtigen Unterstützung möglich ist, mitten in Afrika ein Haus zu bauen, motivierte sie dazu, einen nächsten Schritt zu wagen. So wurde diese Stiftung ins Leben gerufen. Aus dem kleinen Hilfsprojekt „Home for Hope“ wurde so die offiziell anerkannte, gemeinnützige Stiftung „Home for Hope – eine Zukunft für Waisenkinder“.